CDU
Parteien-Monitor

Christlich Demokratische Union Deutschlands

Mandate, Versprechen und Community-Bewertungen transparent zusammengeführt.

76,9 %Trust-Faktor13 Stimmen · 13 bewertete Punkte
Wahlprogramme0,0 %Wahlprogramm prüfen →
Koalitionsverträge83,3 %Zusagen prüfen →

Profil und politische Einordnung

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands versteht sich als christdemokratische Volkspartei der politischen Mitte. Ihr programmatischer Kern verbindet die Idee einer Sozialen Marktwirtschaft mit innerer und äußerer Sicherheit, europäischer Zusammenarbeit, gesellschaftlichem Zusammenhalt und einem positiven Bezug zu Familie, Ehrenamt und kommunaler Selbstverwaltung. Das christliche Menschenbild dient der Partei als ethischer Bezugspunkt, ohne dass eine Kirchenmitgliedschaft Voraussetzung für Mitarbeit oder Mitgliedschaft ist. Wirtschaftspolitisch betont die CDU unternehmerische Freiheit, private Investitionen und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, verbindet dies aber mit sozialstaatlicher Absicherung und dem Anspruch, Wohlstand breiten Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. In der Bundespolitik tritt sie traditionell gemeinsam mit der CSU als Union auf; organisatorisch sind CDU und CSU jedoch getrennte Parteien. Die CDU kandidiert in allen Ländern außer Bayern, die CSU ausschließlich in Bayern. Auf POLITICAMPUS wird das gemeinsame Bundestagswahlprogramm deshalb redaktionell der CDU zugeordnet, während Koalitionszusagen der Bundesregierung von 2025 bei den beteiligten Regierungsparteien geprüft werden.

In aktuellen politischen Debatten setzt die CDU Schwerpunkte bei Wirtschaftswachstum, Entlastung und Beschleunigung von Verfahren, einer restriktiveren Migrations- und Asylpolitik, Verteidigungsfähigkeit sowie einer stärker technologieoffenen Klima- und Energiepolitik. Diese Selbstbeschreibung ersetzt keine Bewertung einzelner Entscheidungen. Entscheidend für den Trust-Faktor sind ausschließlich veröffentlichte, abstimmbare Punkte und die abgegebenen Nutzerstimmen. Leser können dadurch zwischen allgemeiner Programmatik, konkreten Wahlversprechen und verbindlicheren Vereinbarungen eines Koalitionsvertrags unterscheiden.

Geschichte der CDU

Die CDU entstand nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur 1945 zunächst in zahlreichen örtlichen und regionalen Gründungen. Neu war der überkonfessionelle Anspruch: Katholiken und Protestanten, konservative, christlich-soziale und liberale Strömungen sollten gemeinsam in einer demokratischen Partei arbeiten. Damit zog die CDU Lehren aus der Zersplitterung des bürgerlichen Lagers in der Weimarer Republik. Konrad Adenauer prägte den Zusammenschluss auf Bundesebene und wurde 1950 erster Bundesvorsitzender. Bereits 1949 stellte die Union mit Adenauer den ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik. Seine Regierungszeit verband Westbindung, europäische Integration, Wiederaufbau und die von Ludwig Erhard vertretene Soziale Marktwirtschaft.

Nach Adenauer führten unterschiedliche Generationen und Strömungen die Partei weiter. Unter Helmut Kohl, der von 1982 bis 1998 Bundeskanzler war, wurden deutsche Einheit und europäische Einigung zu zentralen historischen Bezugspunkten der CDU. Nach der Wahlniederlage 1998 und der Spendenaffäre erneuerte sich die Partei personell. Angela Merkel übernahm 2000 den Vorsitz und regierte von 2005 bis 2021 als erste Bundeskanzlerin Deutschlands. Ihre Kanzlerschaft umfasste Finanz- und Eurokrise, den beschleunigten Atomausstieg, die Fluchtmigration 2015 und die Corona-Pandemie. Diese Jahre verschoben das Profil der CDU teilweise zur gesellschaftlichen Mitte und lösten zugleich innerparteiliche Debatten über konservative, wirtschaftsliberale und sozialpolitische Akzente aus. Nach mehreren Vorsitzwechseln übernahm Friedrich Merz 2022 den Parteivorsitz. Bei der Bundestagswahl 2025 trat die Union mit einem gemeinsamen Programm von CDU und CSU an; anschließend schlossen CDU, CSU und SPD den Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“. Seit Mai 2025 führt Bundeskanzler Friedrich Merz eine von CDU/CSU und SPD getragene Bundesregierung.

So liest du dieses Parteienprofil

Parteien verändern Programme, Personal und politische Schwerpunkte. Dieses Porträt beschreibt deshalb langfristige Entwicklungslinien und die gegenwärtige programmatische Ausrichtung, ohne daraus eine Wahlempfehlung abzuleiten. Aussagen zu einzelnen Wahlen findest du in den jeweils datierten Wahlprogrammen. Dort sind Forderungen in prüfbare Punkte zerlegt und mit dem Originaldokument verbunden. Der Themenvergleich stellt Aussagen verschiedener Parteien nebeneinander; er bewertet nicht, welches Ziel politisch wünschenswert ist.

Der angezeigte Trust-Faktor ist ein Community-Wert zur wahrgenommenen Umsetzung dokumentierter Zusagen. Er ist keine repräsentative Umfrage, keine wissenschaftliche Gesamtbewertung der Partei und kein Ersatz für eine inhaltliche Auseinandersetzung. Wenige Stimmen werden als vorläufig gekennzeichnet. Bei Koalitionsverträgen ist außerdem zu beachten, dass mehrere Partner gemeinsam Verantwortung tragen und eigene Wahlforderungen in Verhandlungen verändern. Quellen, Zeitbezug und Abstimmungsregeln bleiben deshalb auf jeder Ebene sichtbar.

Historische Hauptquelle: Geschichte der CDU ↗. Redaktionell zusammengefasst; zuletzt geprüft 16.08.2026.

Mandate

Parlamentarische Verteilung

Stand und Quellen werden redaktionell je Parlament gepflegt.

208von 630

Deutscher Bundestag

28,6 % der Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 2025.

Amtliche Quelle ↗

Landtage

Landtagssitze sind noch nicht redaktionell hinterlegt.