LIN
Parteien-Monitor

Die Linke

Mandate, Versprechen und Community-Bewertungen transparent zusammengeführt.

Trust-Faktor0 Stimmen · 0 bewertete Punkte · vorläufig
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Profil und politische Einordnung

Die Partei Die Linke versteht sich als demokratisch-sozialistische Kraft. Sie stellt soziale Gleichheit, Umverteilung, starke öffentliche Daseinsvorsorge, Mieter- und Arbeitnehmerrechte sowie eine friedensorientierte Außenpolitik in den Mittelpunkt. Zu ihren wiederkehrenden Forderungen gehören höhere Besteuerung großer Vermögen und Einkommen, ein Ausbau sozialer Sicherung, öffentliche Investitionen, bezahlbares Wohnen und die Begrenzung privater Profitinteressen in Gesundheit, Pflege oder Energie. Gesellschaftspolitisch vertritt sie weitgehend progressive Positionen zu Gleichstellung, Antidiskriminierung und Migration.

Innerhalb der Linken existieren unterschiedliche Traditionen: ostdeutsche kommunal- und landespolitische Pragmatik, westdeutsche Gewerkschafts- und Protestmilieus, bewegungsorientierte Linke und stärker systemkritische Strömungen. Außen- und Sicherheitspolitik, Migration sowie der Umgang mit Regierungsbeteiligungen waren wiederholt Gegenstand scharfer Konflikte. Diese Vielfalt erklärt, warum Landesverbände und Bundespartei mitunter unterschiedliche Akzente setzen. Für POLITICAMPUS sind nicht innerparteiliche Etiketten entscheidend, sondern überprüfbare Aussagen. Das Profil verknüpft Wahlprogramme, Themenvergleiche und parlamentarische Repräsentation, ohne aus Community-Abstimmungen eine allgemeine politische Bewertung abzuleiten.

Geschichte der LINKE

Die heutige Linke entstand 2007 aus dem Zusammenschluss der Linkspartei.PDS und der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit, kurz WASG. Die PDS war Nachfolgerin der SED-PDS, die aus der Staatspartei der DDR hervorgegangen war und sich nach 1989 programmatisch und organisatorisch neu ausrichtete. Sie blieb vor allem in Ostdeutschland parlamentarisch stark und beteiligte sich dort auch an Landesregierungen. Die WASG entstand im Westen aus Protest gegen die Arbeitsmarkt- und Sozialreformen der rot-grünen Bundesregierung. Das gemeinsame Wahlbündnis trat bereits 2005 erfolgreich zur Bundestagswahl an; Oskar Lafontaine und Gregor Gysi wurden zu zentralen Figuren der neuen Partei.

In den folgenden Jahren etablierte sich Die Linke bundesweit, blieb aber regional sehr unterschiedlich verankert. In Thüringen stellte sie mit Bodo Ramelow ab 2014 erstmals einen Ministerpräsidenten. Zugleich führten Strategiedebatten über Rot-Rot-Grün, NATO, Auslandseinsätze, Russlandpolitik, Migration und Klimapolitik immer wieder zu Konflikten. Nach Wahlniederlagen und dem Verlust ihrer Fraktionsstärke im Bundestag 2023 spitzte sich der Streit zwischen der Parteiführung und Sahra Wagenknecht zu. Wagenknecht und weitere Abgeordnete verließen die Partei und gründeten das BSW. Für Die Linke war dies eine existenzielle Krise, der ein personeller und strategischer Neuaufbau folgte. Bei der Bundestagswahl 2025 gelang ihr ein deutliches Comeback und der Wiedereinzug in Fraktionsstärke. Inhaltlich setzte sie dabei stark auf Mieten, Preise, Vermögensverteilung und soziale Sicherheit. Die Geschichte der Partei ist deshalb zugleich Transformationsgeschichte der ostdeutschen PDS, Ergebnis westdeutscher Sozialproteste und fortlaufende Suche nach einer gemeinsamen demokratisch-sozialistischen Strategie.

So liest du dieses Parteienprofil

Parteien verändern Programme, Personal und politische Schwerpunkte. Dieses Porträt beschreibt deshalb langfristige Entwicklungslinien und die gegenwärtige programmatische Ausrichtung, ohne daraus eine Wahlempfehlung abzuleiten. Aussagen zu einzelnen Wahlen findest du in den jeweils datierten Wahlprogrammen. Dort sind Forderungen in prüfbare Punkte zerlegt und mit dem Originaldokument verbunden. Der Themenvergleich stellt Aussagen verschiedener Parteien nebeneinander; er bewertet nicht, welches Ziel politisch wünschenswert ist.

Der angezeigte Trust-Faktor ist ein Community-Wert zur wahrgenommenen Umsetzung dokumentierter Zusagen. Er ist keine repräsentative Umfrage, keine wissenschaftliche Gesamtbewertung der Partei und kein Ersatz für eine inhaltliche Auseinandersetzung. Wenige Stimmen werden als vorläufig gekennzeichnet. Bei Koalitionsverträgen ist außerdem zu beachten, dass mehrere Partner gemeinsam Verantwortung tragen und eigene Wahlforderungen in Verhandlungen verändern. Quellen, Zeitbezug und Abstimmungsregeln bleiben deshalb auf jeder Ebene sichtbar.

Historische Hauptquelle: Dokumente zur Parteibildung ↗. Redaktionell zusammengefasst; zuletzt geprüft 16.08.2026.

Mandate

Parlamentarische Verteilung

Stand und Quellen werden redaktionell je Parlament gepflegt.

64von 630

Deutscher Bundestag

8,8 % der Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 2025.

Amtliche Quelle ↗

Landtage

Landtagssitze sind noch nicht redaktionell hinterlegt.